TRAUERHILFE

WAS WIRD AUS UNSEREN TOTEN?

von Superintendentin Katharina Furian

Am liebsten nicht dran denken! So gehen wir meistens mit Sterben und Tod um. Und doch ist Erinnerung daran nötig. Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden! Das wussten schon die ganz alten Beter.
Leben heißt auch: sterben lernen. Das zieht sich durch alle Abschiede unseres Lebens. Immer wieder müssen wir loslassen. Abschiede sind Einübungen des Sterbens. Das „kleine Sterben“ sozusagen. Es lehrt uns, wie uns dann neue Kräfte wachsen – als Hinweis darauf, wie uns zuletzt, im „großen Sterben“, Gottes Kraft trägt und rettet.

Aber: Was wird dann aus uns? Was wird aus unseren Toten? Die übliche Erklärung, mit der man die Kinder tröstet, kennen wir: „Der Leib kommt in die Erde, aber die Seele fliegt in den Himmel zum lieben Gott.“ Auf diese Worte hin, so habe ich einmal erlebt, schüttelte der Sechsjährige, dem die Großmutter gestorben war, entschieden den Kopf und sagte: „Ich will meine Sachen beieinanderhalten.“ Besser kann man es nicht sagen. Die Idee von der Unsterblichkeit der Seele macht es vielen scheinbar leichter, an den Tod zu denken. Aber der Mensch besteht eben nicht aus getrennten Teilen – Leib, Seele und Geist. Es sind nur seine verschiedenen Seiten – in einem ganzen Wesen.

Wir sind untrennbar alles zusammen. Und so sterben wir auch – ungetrennt in Leib und Seele.

Es ist schwer, das zu akzeptieren. Und doch wissen Christen: Mit dem Tod ist nicht alles aus. Die Bibel erzählt davon, wie unsere Identität, der Zusammenhang von Name und Person, Leib und Geist, durch den Tod hindurch gezogen wird und bei Gott neues Leben gewinnt. Denn Er sagt: Ich habe dich je und je geliebt, deshalb habe ich dich zu mir gezogen – aus lauter Güte. Wie das geht, wie das aussehen wird, wissen wir jetzt nicht, wir erfahren es aber, wenn es so weit ist.

Der Grund dafür ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Was der Tod vorher konnte, kann er seitdem nicht mehr. Seine absolute Macht ist gebrochen, weil Christus als Erster durch ihn hindurchgekommen ist. Und die, die zu ihm gehören wollen, zieht er hinterher – durch den Tod hindurch zu sich. Schon wer versucht, daran zu glauben, fängt mit der Auferstehung mitten im Leben an, wie mir eine Konfirmandin einmal gesagt hat: „Was Jesus konnte, das kann ich auch, und daran glaube ich fest.“ Nichts anderes sagt unser Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“ So ist es.

 

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